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Persische Jüngerschaftsschule

Mehr dazu demnächst!

Nachfolge in Farsi

Nach dem Gottesdienst der "gluschtige" Duft aus der Küche, Stimmengewirr in verschiedenen Sprachen, ein Gewusel von Jung und Alt ...

Nach und nach findet sich ein Dutzend Farsi sprechender Frauen und Männer der "Iraner Jüngerschaftsschule" zusammen. Einige kenne ich, andere nennen ihre Namen zum ersten Mal - in gutem Hochdeutsch oder gebrochen. Sie sind von Rothenturm, Worb, Altstetten angereist.
Der Leiter, Ali Karimi-Kia, meint zu diesem Einstieg mit Mittagessen: "Ich freue mich, wie die Teilnehmenden diese Zeit der Gemeinschaft geniessen. Denn sie kommen aus allen Ecken der Schweiz und haben sonst nicht viel Gelegenheit zum Austausch über den Glauben in der eigenen Sprache".

Jüngerschaftsschule

Seit Oktober 2011 trifft sich die Gruppe alle zwei Wochen am Sonntagnachmittag in der Arche zur intensiveren Einführung in den christlichen Glauben. Initiiert wurde dieser spezifische Kurs von Ali Karimi-Kia, er selber vor über 20 Jahren aus dem Iran nach Europa geflüchtet war und eine Jüngerschaftsschule bei JmeM besuchen konnte. Er ist seit vielen Jahren Teil der Arche in Winterthur und teilzeitlich von MissionPlus für diesen Dienst angestellt.

Winterthur ist eine Stadt mit einem sehr hohen Ausländeranteil. Als Kirche wollen wir gesellschaftsrelevant sein und fürdern das persönliche geistliche Wachstum, damit Menschen mit Leidenschaft Verantwortung in ihrem Umfeld wahrnehmen.

Unterricht zweisprachig

Dass die Schule zweisprachig durchgeführt wird, ist eine Herausforderung. Einige der LehrerInnen unterrichten in Farsi per Skype aus den USA oder Deutschland; Deutschsprachige stützen sich auf den kompetenten und flinken Übersetzer Hossein ab. Aber auch die persönliche Betreuung ist für Leiter Ali eine grosse Aufgabe: "Wie kann ich die SChülerInnen mit dem, was sie lernen und aufnehmen, am Ball behalten?".

Hunger nach mehr

Im Gespräch mit den Frauen und Männern bestätigen sie mir, wie wertvoll die hier empfangene Lehre für sie ist, wie viel sie schon gelernt hätten ... und sie haben Hunger nach mehr! So haben sich bereits neue Teilnehmende für die nächste, zweite Schule angemeldet. Ali: "Ich freue mich, den Weg mit diesen Leuten zu gehen. Denn ich bin überzeugt: diese Menschen zu Jüngern Jesu zu machen, ist das Beste, was je in ihrem christlichen Leben passieren kann."

Tragendes Fundament

Auch Samuel Kopp, verantwortlicher Pastor für die Ausländerarbeit, bestätigt die Relevanz dieser Schulung: "Dies ist mehr als eine Jüngerschaftsschule. Sie ist ein absolut wichtiger Teil der "identity formation" der iranischen Gemeinde. Die Leute, die ausgebildet werden, sollen konkrete Aufgaben in der Leitung der Gemeinde übernehmen." Gemeindeleiter der Arche, Koni Bächi meint: "Warum öffnen wir diese Schule nicht für jeden ineressierten Menschen der Arche? Wir brauchen wieder Möglichkeiten, wo jede/r in der Bibel vorankommen und ein Fundament bauen kann, das ihn trägt."

Ein Bericht von Esther Bodenmann, Arche Winterthur